Herbstkonzert 2017

 
 
 
Erfolgreiches Herbstkonzert und Kinderkonzert am 18.11.2017 mit Uraufführung des Werkes von Erich S. Hermann (musikalischer Leiter von „Lenin in Stutensee“) und Aufführung eines arrangierten Stückes von Flügelhornist Manuel Sandhaas

 
 

Das 1. Orchester und das Jugendorchester des Musikvereins "Harmonie" Blankenloch e. V. möchten sich bei den zahlreichen Besuchern des Herbstkonzertes am Abend des 18. November bedanken. Ebenso viel Freude hat es dem Musikverein gemacht, erstmals nachmittags ein Kinderkonzert vor dem Herbstkonzert im vollbesetzen Foyer der Festhalle zu veranstalten, zu jenem 50 Kinder mit ihren Eltern erschienen sind. Die 2. Vorsitzende Nicole Böttinger begrüßte die Anwesenden und die 1. Jugendleiterin Selina Pfaff stellte gemeinsam mit Jugendorchesterdirigent Marco Pack die Veranstaltung vor. Platznehmend auf unseren warmen Decken und Kissen, lauschten die Kinder den Tönen des Jugendorchesters und freuten sich an "Jurassic Park", "Arocknophobia" und "Rockin Bach", bei dem die einzelnenInstrumentengattungen aufstanden. Die einzelnen Musiker/innen aus dem Jugendorchester stellten ihr jeweiliges Instrument danach vor und erzählten Wissenswertes darüber. Danach wurde der "Instrumentenpass" mit den einzelnen Instrumenten ausgeteilt und nach dem Kinderkonzert konnten alle Kinder die einzelnen Instrumente ausprobieren. Es gab einige Jungtalente und viele erste gekonnte Töne aus den Blech- und Holzblasinstrumenten. Der Musikverein freut sich auf zukünftige Jungmusiker/innen für das Jugendorchester und auch talentierte musikalische Eltern wurden gesichtet, die gerne auch im Einsteigerorchester des Vereins mitspielen können. Nach einem leckeren Kuchenschmaus endete der Nachmittag in voller Vorfreude der Kinder, bald auch ein eigenes Instrument zu erlernen.

"Wenn der Herbst golden lacht,
dann habt alle Acht...
Es wird von der Festhalle erklingen
und das Herbstkonzert hoffentlich gelingen.
Wir freuen uns auf viele Gäste
und geben musikalisch das Allerbeste"

Unter diesem Motto begrüßte das 1. Orchester und Jugendorchester des Musikvereins "Harmonie" Blankenloch e. V. unter dem Dirigat von Guido Schumm und Marco Pack am 18. November 2017 die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern zum traditionellen Herbstkonzert in der Blankenlocher Festhalle am Abend nach dem nachmittäglichen Kinderkonzert. Das Jugendorchester des Musikvereins unter der Leitung von Jugendorchesterdirigent Marco Pack präsentierte sich mit zwei Stücken, welche von den Jungmusikerinnen Felicitas Trübi, Christina Thomes, Leonie Zoller und Felix Möhlenhoff charmant angesagt wurden.  Der Zirkusmarsch „Grand Galopp“ von Johnnie Vinson wurde gekonnt leicht und dynamisch vorgetragen und die Zuhörer/innen fühlten sich sichtlich wohl in der musikalischen Zirkusmanege. Dompteur Marco Pack am Dirigentenstab hatte ebensolche Freude. Entführt wurden die Gäste dann in das phantasievolle Medley aus dem Film „Harry Potter“ bei „The Magic of Harry Potter“, welches von zahlreichen Tempi- und Taktwechseln durchsetzt war und die volle Aufmerksamkeit der Jungmusiker/innen benötigte in der kleinen Zauberwelt des kleinen Zauberlehrlings.  

Zu Beginn des 1. Orchesters begrüßte der 1. Vorsitzende Ralf Gurt die zahlreichen Gäste und Ehrengäste. Stellvertretend hier an dieser Stelle genannt den Bezirksvorsitzenden des BVK des Bezirkes Pfinz Reinhold Martinkowitsch, der später auch von meinstutensee.de und den Badischen Neuesten Nachrichten interviewt wurde.

Mit dem 1. Orchester unter der Leitung von Guido Schumm und seinen nahezu vierzig Musiker/innen erlebte man zur Eröffnung des Konzertes die heitere Ouvertüre zur Operette „Banditenstreiche“ von Franz von Suppé arrangiert von Karl Pfortner, welche in einem fulminanten Finale endete. Der Allegro- bzw. Andante-Teil dazwischen wurde sehr gefühlvoll musikalisch zum Ausdruck gebracht und faszinierte das Publikum.

Der Übergang zum nächsten Stück war unruhig … sehr unruhig sogar. Es wurde lebhaft geredet, Notenständer flogen um, Instrumentendämpfer wurden lautstark hingestellt, ein kleines Schnäpschen zu sich genommen, Musikerwitze erzählt und Instrumente geputzt, eigenständig eingezählt und Töne dann doch an der richtigen Stelle gespielt ohne dass Dirigent Erich S. Hermann eingreifen musste. Fast nicht. Das Publikum war bereits im musikalischen Geschehen des Stückes ohne es zu merken. Dies die Uraufführung des Werkes „Selbstgemacht für Blasorchester“ des musikalischen Leiters vom Sommertheaterspektakel vor dem Schloss Stutensee „Lenin in Stutensee“. Der Meister selbst erklärte dem Publikum, dass er gebeten wurde, ein Stück für den Musikverein Blankenloch zu schreiben. Und er erinnerte sich gleich lebhaft an die damalige Probensituation, die sich so oder so ähnlich zugetragen habe. Bei den Aufführungen damals bei „Lenin in Stutensee“ herrschte jedoch musikalische Disziplin und war ja, wie jeder weiß, ein sehr großer Erfolg. Das Publikum war begeistert obgleich des ungewöhnlichen Werkes und applaudierte freudvoll.

Die weitere musikalische Reise durch Europa führte dann von Blankenloch nach Irland, in die wilde, raue Landschaft der Region Connemara, wo schwarze Wolken das Land färben und dunkle Schatten in die Seen legen. Mit dem melancholischen Chanson „Le Lacs de Connemara“ von MichelSardoufühlte man sich in das damalige Kriegsgeschehen versetzt und erlebte die traurige beängstigende Stimmung musikalisch.

Energisch und dynamisch spielte dann das 1. Orchester den Paso Doble beim dem bekannten „Spanischer Zigeunertanz“ von Pasqual Marquina. Mit den Kastagnetten und den spitzen Läufen im Trompetenregister erlebten die Gäste eine wahrhaftig feurige Interpretation des Tanzes, bei dem man den dominanten Torero mit seiner leidenschaftlichen Flamencotänzerin tanzend vor Augen sah.

Das nächste Stück entführte die Zuhörer/innen in die laue Sommernacht nach Prag – in die „Goldene Stadt“. Die untergehende Sonne in einem Straßencafé erleben und von der Ferne der leisen Musik lauschen, so erlebte man in der Blankenlocher Festhalle den Walzer „Eine Sommernacht in Prag“ von Jaromir Vejvoda.

Im Repertoire des Konzertes fehlen durfte natürlich auch kein Marsch. Mit „Salemonia“ von Kurt Gäble, der extra diesen Marsch als Eröffnungsmarsch für das Seenachtsfest am Schloßsee in Salem am Bodensee komponierte, begann der 2. Teil des Konzertes.

Sehr konzertant und in der Dynamik beeindruckend verlief die „Seagate Ouvertüre“  von James Swearingen, welche gerade so voller Energie, Fröhlichkeit und Enthusiasmus strotzte und die Wechsel durch alle Register hörbar werden ließ.

Eindrucksvoll unter Beweis stellte das 1.  Orchester die Melodien zum Film „Die Maske des Zorro“ im gleichnamigen Stück, bei dem man den maskierten Gelegenheitsdieb Zorro im inneren Auge peitschend und kämpfend über die Bühne laufen sah, der versuchte das Herz seiner Angebeteten zu erobern. Eine Liebesgeschichte par excellence– interpretiert vom 1. Orchester des Musikvereins Blankenloch komponiert von James Horner.

Das Medley mit den bekanntesten Melodien der englischen Pop Band Coldplay bei „Coldplay on stage“ bearbeitet von Michael Brown begeisterte ebenso das Publikum als finales Highlight des Konzertabends. So blieb das bekannte „Viva la Vida“ daraus wohl noch lange im Ohr. Viele glückliche Gesichter unter den Gästen schlenderten danach nach Hause. Der Erfolg des Konzertes hinterließ bei den Musiker/innen ebenfalls viele glückliche Gesichter und man summte noch bis spät in den Abend das ein oder andere Konzertstück.

Als Zugabe präsentierte das 1. Orchester das eigens von Flügelhornist Manuel Sandhaas arrangierte Stück aus dem Film „Wie im Himmel“. Das  bekannte Liebeslied „Gabriella´s Song“ auswendig und sehr gefühlvoll  weich vorgetragen ließ während des Solos von Manuel Sandhaas die eine oder andere Träne im Publikum fließen.

Reichhaltig belegte Kanapees wurden in der Konzertpause und nach dem Konzert gereicht und rundeten den Abend nach der charmanten Moderation der Stücke des 1. Orchesters von Thomas Ernst in gemütlicher Atmosphäre im Foyer der Festhalle ab.   

Dass Blasmusik eine große Bandbreite an Stilrichtungen bieten kann, hat der Musikverein an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Insgesamt erlebte man ein hinreißendes Konzert und ein erstklassiges Orchester, dem man gerne wieder begegnen würde. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste bei den nächsten Veranstaltungen!

Sonja Beron

  

 

 

 

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